Himmelsthür Dem Himmel so nah!
Dem Himmel so nah!

Station 11: Bahnübergang (Obere Dorfstr.)

Mit der Eröffnung der Bahnlinie Hildesheim–Nordstemmen am 15. September 1853 begann für Himmelsthür ein neues Zeitalter. Die Eisenbahn brachte Handel, neue Arbeitsplätze und Reisemöglichkeiten für Hildesheim und Umgebung. Die markante „Fünfbogenbrücke“, die die Gleise über Innerste und Kupferstrang führen, stammt ebenfalls aus dieser Zeit und ist ein technisches Denkmal des 19. Jahrhunderts.

Ursprünglich war sogar ein eigener Bahnhof für Himmelsthür geplant. Doch 1905 verhinderte Pastor Isermeyer den Bau, da er befürchtete, die Bewohnerinnen seines Frauenheims könnten durch die neue Reisemöglichkeit „verschwinden“. Trotz des fehlenden Haltepunkts prägte die Bahn das Ortsbild nachhaltig.

Der regelmäßige Zugverkehr und die Nähe zu Hildesheim trugen wesentlich dazu bei, dass Himmelsthür im 20. Jahrhundert vom bäuerlich geprägten Dorf zu einem modernen Vorort heranwuchs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert