Der Klosterhof markiert den ältesten bekannten Bezug Himmelsthürs in den schriftlichen Quellen. In einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. vom 3. November 1022 wird bestätigt, dass Bischof Bernward dem von ihm gegründeten Michaeliskloster Besitz in Himmelsthür übertrug – darunter sechs Hofstellen mit Ackerland. Damit gilt diese Urkunde als Ersterwähnung des Ortes.
Der große Wirtschaftshof des Klosters befand sich im Bereich der heutigen Straße „An der Beeke“. Die noch erhaltenen Torpfeiler des ehemaligen Klosterhofes an der Silberfinderstraße zeigen Reliefs der Heiligen Bernward und Michael. Nach der Aufhebung des Klosters 1803 im Zuge der Säkularisation wurde der Hof zur staatlichen Domäne und später zum Heeres-Verpflegungsamt. Heute erinnern nur noch Gebäudereste an den einstigen Mittelpunkt der klösterlichen Landwirtschaft in Himmelsthür.
