Der Lindenhof war die erste soziale Einrichtung in Himmelsthür. 1867 gründeten Salesianerinnen auf Initiative des Pfarrers der St.-Martinus-Gemeinde hier ein kleines Kloster im Krugfeld, um Kinder armer Tagelöhner zu betreuen und zu unterrichten.
Im Zuge des preußischen Kulturkampfes mussten die Schwestern 1875 jedoch das Land verlassen, und die Gebäude wurden zu einer sogenannten „Corrigenden-Anstalt“ umgewandelt – einer Besserungsanstalt für Frauen. Später übernahm Pastor Isermeyer das Gelände für sein Frauenheim, wodurch der Lindenhof in die Geschichte der Diakonischen Werke einging.
Auch wenn heute keine Gebäude des ursprünglichen Hofes mehr existieren, gilt der Lindenhof als ein frühes Beispiel für das soziale Engagement und die christliche Fürsorge, die Himmelsthürs Entwicklung entscheidend geprägt haben.
