Die heutige Grundschule St. Martinus steht in einer langen schulischen Tradition, die bis in das 17. Jahrhundert zurückreicht. Bereits für das Jahr 1661 ist in Himmelsthür eine katholische Schule nachgewiesen. Gemeinsam mit der 1893 gegründeten evangelischen Volksschule in der Winkelstraße prägte sie über Jahrzehnte das Bildungswesen des Ortes.
Nach der Zusammenlegung beider Schulen zu einer Gemeinschaftsschule im Jahr 1939 wurden die konfessionellen Schulen nach dem Zweiten Weltkrieg auf Wunsch der Eltern wieder eingerichtet. Aus ihnen gingen die heutige Grundschule St. Martinus, die Grundschule Himmelsthür und die Hauptschule Himmelsthür hervor.
Ein wichtiger Meilenstein war die Einweihung des Schulzentrums an der Danziger Straße im Jahr 1953. Der Neubau ersetzte das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Schulgebäude nahe der St.-Martinus-Kirche und beendete die jahrelange Unterbringung der Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Provisorien.
Ihre heutige Heimat erhielt die Grundschule St. Martinus 1995 mit dem Neubau an der Winkelstraße. Dem waren langjährige Diskussionen über den Fortbestand und den Standort der Schule vorausgegangen. Maßgeblichen Anteil an der Realisierung hatte der damalige Ortsbürgermeister und Stadtrat Franz Mumme.
Der Standort selbst blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Hier befand sich bereits seit 1893 die evangelische Volksschule, die sogenannte Winkelschule. Nach deren Schließung wurde das Gelände Sitz der Verwaltungsnebenstelle der Samtgemeinde „Güldener Winkel“, die von 1971 bis 1974 bestand. Mit dem Neubau der Grundschule St. Martinus knüpfte das Areal erneut an seine lange Tradition als Ort des Lernens und der Bildung an.
