Himmelsthür Dem Himmel so nah!
Dem Himmel so nah!

Station 1: Ortsmitte (Winkelstr.)

In der Ortsmitte erinnert ein Gedenkstein an die Patenschaft zwischen der Gemeinde und der Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 1, die hier von 1967 bis 2007 bestand. Nach Auflösung des Bundeswehrstandortes wurde das ehemalige Übungsgebiet als Naturschutzgebiet „Lange Dreisch und Osterberg“ ausgewiesen.

Das Himmelsthürer Wappen geht auf das Siegel des Adelsgeschlechts von Himmelsthür zurück, das in Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts erwähnt wird. Am 9. April 1373 bezeugte ein Hermann von Himmelsthür den Verkauf eines Grundstücks an das Hildesheimer Sülte-Stift. An der Urkunde ist das Familiensiegel mit einem Hirschgeweih befestigt – es wurde im 20. Jahrhundert zur Vorlage des heutigen Ortswappens. Die Familie gehörte zum Gefolge des Hildesheimer Bischofs, verschwand jedoch nach dem 14. Jahrhundert aus den Quellen.

Auch der Ortsname hat eine lange Entwicklung hinter sich: In einer Urkunde erscheint er als Hymdesdore, eine Zwischenform zwischen dem ältesten bekannten Hemethesdoron (11. Jh.) und dem heutigen Himmelsthür, das sich ab dem 17. Jahrhundert durchsetzte. Sprachforscher vermuten, dass der Name auf die althochdeutschen Wörter hameide (Schutzwehr) und duru (Tor) zurückgeht – möglicherweise ein Hinweis auf eine frühere Landwehr vor Hildesheim.

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