Himmelsthür Dem Himmel so nah!
Dem Himmel so nah!

Station 17: Realschule (Jahnstr.)

Mit der Gründung der Realschule Himmelsthür im Jahr 1962 wurde das schulische Angebot des Ortsteils um eine wichtige Bildungseinrichtung erweitert. Anlass für den Neubau war die zunehmende Überlastung der beiden Hildesheimer Realschulen, der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Renataschule, die den stark steigenden Schülerzahlen nicht mehr gerecht werden konnten.

Die Ursachen für diesen Anstieg lagen vor allem im Bevölkerungswachstum der Nachkriegszeit. Höhere Geburtenzahlen sowie die Ansiedlung zahlreicher Vertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten führten zu einer deutlichen Zunahme der Einwohnerzahl im Landkreis Hildesheim. Gleichzeitig gewann die Realschule als Schulform zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Familien sahen in einer weiterführenden Schulbildung bessere berufliche und gesellschaftliche Perspektiven für ihre Kinder.

Dass die neue Realschule schließlich in Himmelsthür errichtet wurde, ist maßgeblich der Klosterkammer Hannover zu verdanken. Sie stellte dem Landkreis ein Grundstück „An der Fohlenkoppel“ zur Verfügung. Obwohl zeitweise auch Drispenstedt und die Marienburger Höhe als mögliche Standorte diskutiert wurden, fiel die Entscheidung aufgrund dieses Angebots zugunsten Himmelsthürs aus.

Über ihre eigentliche Aufgabe als Schule hinaus entwickelte sich die Realschule zu einem wichtigen Mittelpunkt des örtlichen Gemeinschaftslebens. Seit ihrer Eröffnung fanden dort zahlreiche Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen statt. Besonders die Aula, die Sporthalle und das damalige Lehrschwimmbecken wurden von Vereinen, Gruppen und Initiativen intensiv genutzt und prägten über viele Jahrzehnte das gesellschaftliche Leben des Ortsteils.

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