Die Zukunft der beiden Hildesheimer Realschulen bleibt vorerst unklar. Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an Plänen zur möglichen Umwandlung der Realschulen in Oberschulen. Konkrete Unterlagen sollen jedoch erst nach Ostern in die politischen Gremien eingebracht werden, wie Ortsratsbetreuer Malte Scholz in der Sitzung des Ortsrats Himmelsthür mitteilte. Ein erster Workshop mit Beteiligten fand bereits statt – allerdings nichtöffentlich.
Der Ortsrat Himmelsthür hatte das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt und Schulleiterin Ellen Osterode-Meyer eingeladen. Diese betonte, dass sowohl sie als auch das Kollegium klar für den Erhalt der Realschule stehen. Die derzeitige Unsicherheit belaste jedoch die Elternarbeit: Viele Familien fragten gezielt nach der Zukunft der Schule, bevor sie ihre Kinder anmelden. Für die kommende Woche ist ein Infoabend geplant – doch was dort kommuniziert werden kann, ist offen.
Im Ortsrat stieß die Informationspolitik der Stadt auf Kritik. SPD-Mitglied Ludwig Bommersbach bemängelte, dass der Workshop nicht angekündigt wurde: Mit mehr Vorlauf hätte der Ortsrat das Thema vertraulich beraten können.
Während der Ortsrat Himmelsthür sich einstimmig hinter seine Realschule gestellt hat, verlief die Diskussion im benachbarten Ochtersum anders: Der dortige Ortsrat lehnte es ab, eine vergleichbare Position für die Renataschule überhaupt zur Abstimmung zu bringen. CDU-Ortsratsmitglied Martin Eggers und sein Fraktionskollege Alfons Bruns betonten daher erneut die klare Unterstützung in Himmelsthür: „Wir sind ja hier nicht in Ochtersum.“