Im März 1945 erlebte Himmelsthür die wohl schwärzesten Stunden seiner Geschichte. Bei den Bombenangriffen auf Hildesheim am 15. und 22. März wurde der Ort als einziges Dorf in der Umgebung weitgehend zerstört. Von den 224 Häusern wurden 185 überwiegend stark beschädigt, nur 39 blieben unversehrt. Manche Gebäude wie das Pfarrhaus oder die Gebäude der katholischen Schule in der Schulstraße wurden sogar so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie abgerissen werden mussten. Im heutigen Ortsbild erinnert kaum noch etwas an diese Zeit. Das Bild der zerstörten St. Martinus-Kirche lässt das Ausmaß der Katastrophe und das Leid der Bevölkerung erahnen.
Anlässlich des 80. Jahrestages lädt Ortsbürgermeister Dr. Christian Stock zu einem Vortrag ein, in dem er anhand von Augenzeugenberichten die Ereignisse im März 1945 in Himmelsthür nachzeichnen und dabei auch auf die Frage, wie sich die Nationalsozialisten seit der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 des Ortes bemächtigt haben, eingehen wird.
Die Veranstaltung findet im Seminarraum der neuen Sporthalle der Realschule Himmelsthür (Jahnstr. 25) statt und beginnt um 18.30 Uhr. Die Halle liegt auf der Rückseite des Hauptgebäudes der Realschule, gegenüber der Mensa des Gymnasiums. Sie ist am besten über die Straßen „An der Fohlenkoppel“ oder „Sierstorfskamp“ zu erreichen. Der Eintritt ist frei.