Himmelsthür Dem Himmel so nah!
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Neuer Ortsrat nimmt Arbeit auf (6.11.2026)

Mit der konstituierenden Sitzung am 4. November 2026 hat der neu gewählte Ortsrat Himmelsthür seine Arbeit für die Wahlperiode 2026 bis 2031 aufgenommen. Zum Ortsbürgermeister wurde erneut Christian Stock gewählt. Die Wahl erfolgte einstimmig. Zur ersten stellvertretenden Ortsbürgermeisterin wurde Christina Nissel (SPD) gewählt, zweite stellvertretende Ortsbürgermeisterin ist Michaela Brandes (CDU).

Bereits die Zusammensetzung des neuen Ortsrats zeigt, dass eine neue Generation kommunalpolitischer Verantwortung übernimmt. Von den elf Ortsratsmitgliedern gehören sechs dem Gremium erstmals an. Neu gewählt wurden Bernward Vollmer, Keanu Brandes und Carl Eggers für die CDU, Benjamin Cloke für die SPD, Thorsten Kroschel für Bündnis 90/Die Grünen sowie der parteilose Markus Rössig. Dem stehen mit Christian Stock und Michaela Brandes (CDU), Brigitte Reinecke und Christina Nissel (SPD) sowie Florian Meyer (Grüne) lediglich fünf Mitglieder gegenüber, die bereits dem vorherigen Ortsrat angehört haben. Mehr als die Hälfte des Gremiums ist damit neu. Zugleich hat sich der Ortsrat deutlich verjüngt.

Der neue Ortsrat (von links): Brigitte Reinecke (SPD), Christina Nissel (SPD), Benjamin Cloke (SPD), Florian Meyer (Grüne), Thorsten Kroschel (Grüne), Bernward Johannes Vollmer (CDU), Carl Eggers (CDU), Michaela Brandes (CDU), Christian Stock (CDU), Markus Rössig (parteilos). Es fehlt Keanu Brandes (CDU).

In seiner Antrittsrede ging Christian Stock auf die besondere Verantwortung der Kommunalpolitik ein. Er erinnerte daran, dass mit der neuen Wahlperiode bereits das 21. demokratisch gewählte Ratsgremium in Himmelsthür seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der 13. Ortsrat seit der Eingemeindung im Jahr 1974 seine Arbeit aufgenommen habe. Dabei schlug er den Bogen zur ersten Gemeinderatssitzung nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946, bei der der Himmelsthürer Bürger Heinrich Ohlms die neu gewählten Gemeindevertreter mit einem Gedicht begrüßte. Aus dessen Zeilen „Das Dorf erwartet große Taten – liegt es doch da im Trümmerschutt“ leitete er die Frage ab, vor welchen Herausforderungen Kommunalpolitik heute steht.

Stock betonte, dass die Herausforderungen zwar andere seien als vor 80 Jahren, Demokratie jedoch auch heute vor allem vor Ort erlebt werde. Themen wie Schulen, Verkehrssicherheit, die Mastbergbrücke, Spielplätze oder die Entwicklung der Ortsmitte seien für viele Bürgerinnen und Bürger entscheidend dafür, ob Politik und Verwaltung als handlungsfähig wahrgenommen würden. Erfolgreiche Kommunalpolitik lebe deshalb von Respekt, Vertrauen und der Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Der Ortsrat solle in den kommenden fünf Jahren ein Ort des sachlichen Austauschs bleiben, an dem unterschiedliche politische Auffassungen respektiert und stets die Interessen Himmelsthürs in den Mittelpunkt gestellt werden.

Auch die künftigen Mehrheitsverhältnisse wurden in der Sitzung festgelegt. Die drei SPD-Mitglieder und die beiden Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen schlossen sich zu einer gemeinsamen Gruppe zusammen. Die fünf CDU-Mitglieder bilden gemeinsam mit dem parteilosen Ortsratsmitglied Markus Rössig eine weitere Gruppe. Damit stehen sich zwei nahezu gleich starke kommunalpolitische Bündnisse gegenüber, die bereits bei der Wahl des Ortsbürgermeisters und seiner Stellvertreterinnen gezeigt haben, dass parteiübergreifende Zusammenarbeit in Himmelsthür weiterhin einen hohen Stellenwert besitzt.

Der neue Ortsrat startet damit mit vielen neuen Gesichtern, einer deutlich jüngeren Altersstruktur und dem gemeinsamen Anspruch, die Entwicklung Himmelsthürs in den kommenden fünf Jahren aktiv mitzugestalten.